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Gynäkomastie beschreibt das weibliche Wachstum im Brustbereich männlicher Patienten. Sie kann aufgrund der Wirkung einiger Medikamente oder infolge hormonaler Störungen auftreten. Es sind drei Hauttypen vorhanden: glandulär, fett-glandulär, einfach fett. Beim glandulären Typ wird das Wachstum durch die Zellen des Brustgewebes und beim fetten Typ durch die Zellen des Fettgewebes hervorgerufen. Beim glandulären Typ wird die Fettabsaugung gemeinsam mit der chirurgischen Entfernung vorgenommen. Falls die Masse nur aus Fettgewebe zusammenkommt, wird lediglich eine Fettabsaugung angewandt. Wenn die Masse überwiegend herangewachsen ist und zum Hängen der Brust führt, kann gemeinsam mit der Masse eine Entfernung der Haut erforderlich sein. In Zusammenhang mit hormonalen Schwankungen kommen diese Beschwerden am häufigsten unter der männlichen Altersgruppe zwischen 13-15 Jahren vor. Bei 90% der Jungen geht diese Situation innerhalb eines Jahres von alleine zurück. Daneben kann es durch die Abnahme des hormonalen Kreislaufs im Alter zu einer erneuten Gynäkomastie kommen. Auch müssen bei diesen Patienten weitere Sachverhalte untersucht werden, die zu einer Gynäkomastie führen. Hierzu gehören: Hepatitis, Zirrhose, Lungenkrebs, Lungenerkrankungen, Krebs einiger Organe, Erkrankungen an der Schilddrüse, Hodenerkrankungen, Einnahme von Heroin oder ähnlichen Drogen, Gewichtszunahme, die Einnahme von Steroiden für den Muskelaufbau oder die Einnahme einiger Medikamente. Es ist nützlich, vor der Operation die Masse per Ultraschall zu untersuchen. Auf diese Weise kann festgestellt werden, ob sie nur aus Fettgeweben besteht oder nicht. Asymmetrie (Unterschiede zwischen beiden Seiten), Hämatom (Bluterguss unter der Haut), Serom (Flüssigkeitsansammlung unter der Haut), Nekrose an der Brustwarze (Gewebezerfall) und Infektionen können hierbei auftauchen. Doch ist die Wahrscheinlichkeit eines Gewebeverlusts oder einer Infektion sehr gering. Als Schutzmaßnahmen werden nach der Operation Antibiotika eingenommen. Zur Minimierung der Brusthautverklebung und der Flüssigkeitsansammlung wird nach der Operation ein Brustkorsett getragen. In der Regel wird die Masse durch einen kreisförmigen Einschnitt um die Brustwarze entfernt. Die Operation kann unter Lokalanästhesie oder unter Vollnarkose stattfinden. Falls eine Fettabsaugung durchzuführen ist, werden in der Nähe der Achselhöhlen eine oder zwei Einschnitte von je 0,5cm Größe angesetzt. Durch diese Einschnitte wird das Fett mit Hilfe von Kanülen abgesaugt. In diesem Fall wird nur eine kleine oder gar keine Narbe zurückbleiben. Daneben können bei Patienten mit fortgeschrittenem Hautauswuchs, bei denen ein Teil der Haut entfernt werden muss, Operationsnarben zurückbleiben. Die Menge und Form dieser Narben steht in direktem Zusammenhang mit der Größe der Brust. Um Druck auszuüben wird gleich nach der Operation ein Korsett über dem Verband getragen. Das Korsett muss mindestens 2 Wochen, vorzugsweise 4 Wochen getragen werden. Falls eine Fettabsaugung durchgeführt worden ist, werden die Schwellungen ungefähr nach 4 Wochen zurückgehen. Die Brusthaut wird sich auf die Brustwand absetzen. In machen Fällen, insbesondere wenn ein Hautauswuchs vorliegt, kann es vorkommen, dass die Brustwand nicht ganz eben ist. Zur Entfernung der überschüssigen Haut kann in diesem Fall 6 Monate später eine zusätzliche Operation anfallen. Die Nähte werden im Mittel 10 Tage später entfernt. Der Patient kann innerhalb von 3-4 Tagen zu seinen normalen Aktivitäten zurückkehren.