Ohr

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   Die Schönheitsoperation am Ohr wird zur Verkleinerung der Ohrmuschel oder zur Korrektur abstehender Ohre durchgeführt. Falls die Ohrmuscheln übernormal abstehen, werden sie bei der plastischen Chirurgie als Segelohren bezeichnet (protruding ear). Durch das ungenügende Wachstum oder durch die Ebenheit der Y-förmigen Falten ist hierfür grundlegend. Im Allgemeinen werden Segelohren fälschlicherweise als große Ohren bewertet.

Der tatsächliche Grund ist aber die Ebenheit einiger Stellen, an denen sich eigentlich Falten befinden müssten. Aus diesem Grund liegt ein weiter Abstand zwischen der Uhrmuschel und dem Kopf vor, was aus der frontalen Sicht die Ohren betonter zum Vorschein bringt. Zur Korrektur der Segelohren werden Schönheitsoperationen durchgeführt. Bei dieser Operation wird durch die Hinterseite des Ohrs eingedrungen, der Knorpel gefeilt und anschließend mit speziellen Nähten gefaltet und geformt. Patienten im Kindesalter können in einer entsprechend ausgestatteten Klinik unter Vollnarkose und Patienten, die in einem für die Lokalanästhesie angemessen Alter sind unter lokaler Betäubung operiert werden.

Die Schönheitsoperation zur Korrektur der Segelohren nimmt für jedes einzelne Ohr ungefähr eine halbe Stunde in Anspruch. Die Operation wird an der Hinterseite der Ohrmuschel durchgeführt. Um die Verbiegung der gekrümmten knorpeligen Linien zu vereinfachen werden sie verdünnt oder verschmälert. Mit permanenten Innennähten wird eine neue Form gegeben und die Ohrmuschel nach hinten angelegt. Die auf der Rückseite des Ohrs befindliche Schnittstelle wird mit verschmelzenden Nähten verborgen, dabei befinden sich keine Nähte auf der Hautoberfläche. Aus diesem Grunde bedarf es keiner Entfernung der Nähte. Gleich am Tag der Operation werden Sie nach Hause entlassen. Der Verband bleibt für 3 Tage am Ohr. Nach dem Aufwickeln des Verbands kann geduscht werden. Nach der Operation kann sich das Ohr bläulich Verfärben und ein Ödem (Schwellung) auftauchen, welches innerhalb von 7-10 Tagen zurückgeht und verschwindet. In den ersten 3 Monate muss das Ohr vor Stößen geschützt werden. Manchmal kann es vorkommen, dass seit der Geburt keine Ohrmuschel oder lediglich das Ohrläppchen vorhanden ist. Dieser Fall wird als Mikrotie bezeichnet. In diesem Fall werden am Ohr Wiederherstellungsoperationen durchgeführt. Bei einer Wiederherstellungsoperation am Ohr werden in der Regel die hauteigenen Zellen oder einige künstliche Stoffe (Prothesen) gemeinsam mit den Eigenzellen verwendet. Die Entwicklung des Ohrs wird größtenteils (80%) bis zum 5-6 Lebensjahr abgeschlossen. Daher kann das Kind auf Wunsch noch bevor es in die Schule geht einer Schönheitsoperation unterzogen werden.

Allerdings muss die Operation in diesem Alter unter Vollnarkose durchgeführt werden. Die frühe Durchführung einer Schönheitsoperation am Ohr kann das Kind insbesondere vor möglichen psychischen Belastungen schützen. Doch kann die Schönheitsoperation am Ohr auch im höheren Alter durchgeführt werden. In diesem Fall wird die Operation unter Lokalanästhesie durchgeführt. Daneben können Segelohren (Ohrplastik) in jedem Alter operiert werden. Die Ohrplastik-Operation kann gemeinsam mit einer Nasenoperation oder im einzelnen durchgeführt werden. Im Bezug auf die Ohrplastik oder die Schönheitsoperation am Ohr wurden bis heute zahlreiche Techniken entwickelt. Auch gegenwärtig wenden Chirurgen unterschiedliche Methoden an. Allerdings ist meiner Meinung nach die Durchführung der Operation auf der Rückseite der Ohrmuschel angemessener, da die Narben leichter verborgen werden können. Da während des Vorgangs die Knorpelhaut freigelegt wird, verdickt sich diese Haut in der Heilungsphase entsprechend der neuen Form, wodurch die Ohrform permanent beibehalten wird.